Dr. med. Bettina Schulze
Urologen
in Halle auf jameda
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Geschlechtskrankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten werden häufig durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Wer seine Sexualpartner häufig wechselt, ist besonders gefährdet. Symptome können Juckreiz, Bläschen, Schmerzen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre sein. Sexuell übertragbare Erkrankungen können jedoch auch ohne Symptome verlaufen. Als Folge können ohne ausreichende Therapie Unfruchtbarkeit oder chronische Erkrankungen auftreten. Bei Beschwerden im Genitalbereich können Sie gern einen Termin in meiner urologischen Praxis vereinbaren.

Zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten gehören:

Chlamydien

Infektionen mit der Bakterienart Chlamydia trachomatis gehören zu den häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten. Chlamydien rufen meist keine spürbaren Krankheitszeichen hervor. Die Infektion kann aber, vor allem bei der Frau, im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen. Junge Mädchen sind aus anatomischen Gründen (Art der Schleimhaut) und durch eher wechselnde Partnerschaften besonders gefährdet, sich anzustecken. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Frauen bis zum 25. Lebensjahr den Chlamydien-Test einmal jährlich. Wird der Erreger früh genug erkannt, kann ein Antibiotikum helfen. Der Partner bzw. die Partnerin muss immer mitbehandelt werden.

Genitalherpes

Das Herpes-simplex-Virus (Typ 2) wird vor allem auf sexuellem Weg über Hautkontakt übertragen. Hat man sich einmal infiziert, bleibt das Herpes-simplex-Virus lebenslang im Körper. Bei Immunschwäche kann es aktiv werden. Symptome sind brennende und juckende Bläschen, glasiger Ausfluss, Fieber und Kopfschmerzen. Um Genitalherpes festzustellen, wird ein Abstrich genommen. Virushemmende Medikamente verhindern die Vermehrung der Bläschen und fördern die Abheilung. Oft kommt Genitalherpes immer wieder, die Ausbrüche werden mit der Zeit aber schwächer und seltener.

HIV-Infektion/AIDS

Das HI-Virus kann die Immunschwächekrankheit AIDS auslösen. Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann das Virus übertragen werden, ebenso durch infiziertes Blut sowie gemeinsam benutzte Nadeln z. B. bei Drogenabhängigen. Mit einem HIV-Test (AIDS-Test) kann festgestellt werden, ob sich eine Person mit dem Virus infiziert hat. Der Test weist Antikörper nach, der Körper braucht aber bis zu drei Monate, um diese zu produzieren. Wurden HIV-Antikörper im Blut nachgewiesen, bedeutet dies, dass sich die Krankheit AIDS entwickeln kann. Es kann eine Therapie mit virushemmenden Medikamenten vorgenommen werden, um dies hinauszuzögern oder zu verhindern.

Kondylome/Feigwarzen

Feigwarzen (Kondylome) sind kleine, weißliche Warzen im Genito-Analbereich, die durch humane Papillomviren (HPV) übertragen werden. Die Warzen sind harmlos, aber ansteckend. Die Viruserkrankung wird meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Die Infektion verursacht oft keine Beschwerden. Kondylome treten auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist (z. B. bei HIV-Patienten). Zur Therapie werden zunächst meist Cremes oder Lösungen eingesetzt. Reicht das nicht aus, können Feigwarzen operativ in örtlicher Betäubung entfernt werden. Zur Prävention von Kondylomen kann eine HPV-Impfung vorgenommen werden.

Syphilis

Die Syphilis (Lues) ist eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Sie wird durch den bakteriellen Erreger Treponema pallidum verursacht. Zunächst sind nur die Haut und Schleimhäute betroffen (flaches Geschwür). Später drohen schwere Erkrankungen und chronische Schäden (Herz-Kreislauf-System und zentrales Nervensystem). Betroffen sind hauptsächlich Männer, Personen mit wechselnden Geschlechtspartnern und einer bestehenden HIV-Infektion. Unter anderem mit Blutuntersuchungen kann eine Syphilis festgestellt werden. Die Therapie erfolgt mit einem Antibiotikum.

Tripper (Gonorrhoe)

Tripper bzw. Gonorrhoe ist eine häufig vorkommende, sexuell übertragbare Erkrankung. Die Infektion betrifft Männer und Frauen, vor allem im Alter von 15 bis 30 Jahren. Die Infektion erfolgt meist über ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, anal, oral). Die Symptome, die meist einige Tage nach der Infektion auftreten, sind z. B. milchig-eitriger Ausfluss aus der Harnröhre bzw. Scheide und Schmerzen beim Wasserlassen. Die Diagnose wird über einen Abstrich gestellt. Erfolgt eine Antibiotika-Therapie frühzeitig, heilt die Erkrankung folgenlos aus.

Die Benutzung von Kondomen ist die beste Prävention, um sich vor sexuell übertragbaren Erkrankungen zu schützen. Es gibt aber keinen 100%igen Schutz. Lassen Sie sich von mir untersuchen, wenn es zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gekommen ist und Sie eine Ansteckung befürchten.

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